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Tommy Jaud; Hummeldumm
Tommy Jaud; Hummeldumm
Hummeldumm

Klappentext

»Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.«Wer an allem schuld ist, ist für Matze sowieso klar: seine Freundin Sina. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur »irgendwas« buchen. Hat sie auch. Doch musste dieses »irgendwas« ausgerechnet eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia sein, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet? Was hat er denn verbrochen, dass man ihn nun täglich in einen Kleinbus voller Bekloppter sperrt, um ihn dann zu österreichischen Schlagern über afrikanische Schotterpisten zu rütteln? Und warum stolpert er bei minus zwei Grad in einem albernen Wanderhut über die Dünen der Kalahari, statt auf Mallorca ein Bierchen zu schlürfen? Als Matze dann noch daran erinnert wird, dass die sicher geglaubte Wohnung an andere Käufer geht, wenn er nicht sofort die fünftausend Euro Reservierungsgebühr überweist, hat er gleich noch drei neue Probleme: Das nächste Internetcafé ist fünfhundert Kilometer entfernt, der Handyakku plattgedaddelt und das einzige Ladegerät fest in österreichischer Hand.»Ich drücke meine Nase ans Busfenster und blicke hinaus ins weite Land. Die Namibier winken uns und lachen. Klar lachen sie, sie sind ja frei. Wir nicht. Wir sind die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.«

Kritik

Fast zu 3/4 des Buches geht es darum, das der Hauptcharakter "Matze" versucht die versäumte Zahlung nachzuholen. Diese 5000 Euro sind die Reservationsgebühr für die neue gemeinsame
Wohnung. Seine Freundin darf natürlich nichts davon wissen und so versucht er es Heimlich und mit viel Slapstick.

An Anfang lacht man mit, man kann sich hineinfühlen. Leider, je länger das Buch dauert, umso witzloser wird das Buch, da es immer eine Wiederholung ist. Die Nebendarsteller, d.h. seine Mitfahrer sind einfach zu stark überzeichnet und zu klischeehaft.

Ich persönlich würde nie Online-Banking in einem Fremden Land tätigen, das ist zu unsicher. Wer dann noch seine Tan-Liste abfotografiert der handelt fahrlässig.

Der Absolute Tiefpunkt ist aber der Tot von Oscar, dem kleinen Tierchen vom Cover. Irgendwie hat es für mich nicht in die Geschichte gepasst. Trotz alledem ist es eine gute Ferienlektüre der gerne beim lesen Lacht.

Ich gebe 4 von 7 Punkten

ISBN: 978-3-502-11037-8
Verlag: Scherz Verlag
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